Archiv der Kategorie: Allgemeines

Oregon 400t als Navigator

Kartenansicht

Kartenansicht

Nachdem ich nun ein paar Mal die Routing-/Navigationsfunktionen des Oregons ausprobiert habe, hier ein Erfahrungsbericht. Folgendes Setup:

  • Oregon 400t mit Standardbasiskarte
  • Die „All in one“ Europa-Karte von Openstreetmap

Grundsätzliches

Die Suche nach Adressen/Straßen/Hausnummern funktioniert nicht in der Kombination, so dass die GPS-Koordinaten von den entsprechenden Zielen vorher bekannt – oder z.B. über Google Earth, qlandkarteGT,  etc. vorher recherchiert werden – müssen. Das ist für spontane Routing natürlich suboptimal.

Routing

Wenn denn die Hürde mit der Zieleingabe gemeistert ist, ist die Kartendarstellung eigentlich ganz gut (siehe Screenshots). Bei Hinweisen piept das Oregon recht unüberhörbar :-) Allerdings: anscheinend unterscheidet das Oregon bei der OSM-Karte nicht sonderlich gut zwischen geeigneten und ungeeigneten Wegen (trotz entsprechenden Einstellungen), so reagierte es recht zickig, als ich (mit dem Auto) innerhalb Dortmunds der Routingempfehlung nicht gefolgt bin – ich sollte (mit dem Auto) über einen separaten Fahrrad- und Fußweg fahren und abbiegen :-D Mit dem Fahrrad wollte mich das Oregon doch tatsächlich über die A40 lotsen :-O”

Routenansicht

Routenansicht

Bei anderen Gelegenheiten klappte das Routing dagegen tadellos: Auf der Terracaching-Tour wollten Michako und ich in Holland mittags eine Kleinigkeit essen und so hat das Oregon – durch  die sehr umfangreiche POI-Liste der OSM-Karte – uns problemlos zu einer Snackbar gelotst.

Fazit

Die Kombination Oregon/OSM/Routing taugt bedingt. Als Zweit- oder Notnavigationsgerät durchaus brauchbar (die POI-Liste von OSM ist wirklich gut), als vollständigen Ersatz für ein normales Navigationsgerät eher nicht. Das sieht vermutlich anders aus wenn auf dem Oregon nicht die OSM-Karte, sondern z.B. der City Navigator von Garmin installiert wäre, allerdings bleibt dann die Frage nach dem Preis:

  • Autohalterung für’s Oregon kostet so um die 50€ (evtl. selbst basteln mit Zigarettenanzünder zu USB-Adapter)
  • City Navigator so um die 99€

Für den Preis bekommt man schon ein normales Navigationsgerät mit Karten. Wie gut z.B. die Topo Deutschland routen kann, keine Ahnung :-)

Elite-Caching?

Gerade bei Gecko gelesen: „Die Elite Cacher“. Hmm, ich habe zu 64′er Zeiten (und später auch auf dem Amiga) Elite gespielt, darf ich mich nun auch zu den Elite Cachern zählen? :-D

Ich persönlich finde die Bezeichnung „Elite Cacher“ eigentlich anmaßend – hier möchte eine Gruppe von Cachern selbst bestimmen, wer zur „Elite“ gehört und wer zum Pöbel, zumal die bisherigen Kriterien, die auf der Seite der Elite Cacher beschrieben sind, auf T5 hinauslaufen. Irgendwie überrascht mich das nicht, denn so manche der sogenannten HCC (HardCoreCacher) fühlen sich mit einer erstaunlichen Arroganz als Elite.

Das hat durchaus eine gewisse unfreiwillige Komik: Terracaching wird ja immer wieder gerne vorgeworfen, elitär zu sein (was völlig banane ist), weil Terracacher auf Qualität achten – und interessanterweise gibt es die von den „Elite Cachern“ bemängelten Probleme dort eben nicht: Es gibt dort weder Kurzlogs, unachtsame Cacher, Leitplankenmikros oder Caches, die einem Naturschutzgebiet versteckt sind. Die Komik liegt daran, dass sich nun eine Gruppe als das bezeichnet, was TC vorgeworfen wird, nämlich als Elite :-D

Bleibt eigentlich noch die Frage, auf welcher Plattform die Elite Cacher denn ihre Elitecaches veröffentlichen möchten?

Ein solches Konzept ergibt eigentlich ohne eine eingebaute Bewertungsfunktion keinen Sinn, denn wie sonst ließe sich herausfinden, ob die gestellten Ansprüche der Realität entsprechen? Auf Geocaching.com  gibt es keine solche Bewertung – GCVote ist, wenn auch sehr hilfreich, ein externes Skript, welches nur unter Firefox funktioniert und manuell installiert werden muss. Opencaching dagegen hat nur eine Positivliste, bliebe nur theoretisch Terracaching, allerdings weiß ich nicht, ob ich eine Gruppe mit einem solch anmaßenden Titel wirklich bei TC haben möchte – die Community dort ist mir zu familiär und freundlich :-)

Sonst wäre da natürlich noch eine eigenständige Plattform, was völlig OK und legitim wäre – ich schrieb ja schon mal was am 29. Januar von zunehmender Zersplitterung der Szene, die Frage ist natürlich, ob eine solche Plattform sich lange halten würde.

Ansonsten muss ich durchaus ein wenig Respekt wegen dem Mut der Arroganz der Dreistigkeit, sich als Elite Cacher zu bezeichnen zollen – wenn das in die Hose geht wird der Spott in der Szene noch Jahre nachhallen :-)

In diesem Sinne: Right On, Commander Jameson (das einzig wahre Elite :-) )

Geocaching und Presse/Medien: Ja! Aber…

Auch wenn ich mich mit meiner Meinung (wieder) unbeliebt machen werde, ich halte die vorherrschende Meinung, dass man Medien (Zeitungen, Fernsehen) als Geocacher meiden sollte, für grundlegend falsch.

Ein Beispiel für die Panik, die bei vielen Geocachern aufkommt, zeigt exemplarisch dieser dieser Thread im gründen Forum. Ein Auszug auf eine sehr freundliche Anfrage:

Am besten für das Hobby ist nicht die Klarstellung, sondern das Vergessen, daß es uns gibt.

Es ist dem Hobby nicht zuträglich, daß es immer und immer wieder in die Medien gezerrt wird.
Schreib über GPS Mission, dort leidet keiner unter der Öffentlichkeit, da es dort keine Dosen gibt, die vandaliert oder entwendet werden können.

(Ich kann mir nicht vorstellen, dass der entsprechende Journalist nach den Erfahrungen ein positives Image von Geocachern hat :-/)

Und – nicht zu vergessen – das „Interdiktum” durch die Aktion „No Press”.

Das ist reine Vogel-Strauß-Politik – wer glaubt denn im Ernst, dass sich nur ein Journalist auf der Suche nach einer Story um so einen Button an einem Cache kümmern würde? Evtl. seriöse Journalisten, aber Regenbogenpresse?

Die Zeiten, wo Geocaching tatsächlich geheim war, sind seit mindestens einem halben Jahrzehnt vorbei. Schilmmer noch, diese – oft irrationale – Ablehung der Medien ist mittlerweile extrem kontraproduktiv:

  • Auf der einen Seite berichten Medien eh’ auf was sie Lust haben – das nennt sich Pressefreiheit. Es wird sich – im Zweifelsfall – immer jemand finden, der kamerageil genug ist und sich in der Zeitung wieder finden möchte. Und wenn nicht, werden halt Berichte verfasst, die extrem oberflächlich sind. In beiden Fällen kommen die allseits „beliebten” Reportagen dabei ‘raus.
  • Auf der anderen Seite ist Geocaching mittlerweile so populär, dass sich ein Gegenwind formiert – u.A. von den Jägern, die jahrzehntelange  Erfahrungen mit Öffentlichkeitsarbeit haben und die durchaus politische Macht haben.

Schließlich sind die Reportagen noch gefährlich für Caches – Muggles und Neucacher gefährden die gezeigten Caches.

Wir haben hier eine Lose-Lose-Situation: Reportagen gefährden die gezeigten Caches und Ignorieren der Medien führt zu einer Gefährdung des Geocachings an sich – wenn die Gegner nur genügend Druck erzeugen!

Wie ist das Dilemma nun zu lösen? Meiner Meinung nach nur durch die folgenden Punkte:

  • Behutsame aktive Öffentlichkeitsarbeit. Wir sollten nicht auf die ganzen schlechten Reportagen/Artikel/was auch immer reagieren, sondern eher agieren – alles andere wird nicht funktionieren.
  • Wenn schon Reportagen sein müssen (und sie lassen nicht verhindern), dann bitte nur eigene Caches zeigen und keine fremden Caches gefährden! Optimal wäre noch etwas anderes: eine Art „Demo-Cache”, gemacht wie ein ganz normaler (guter) Cache, der nach dem Pressetermin wieder eingesammelt wird. Hier müsste auch mit offenen Karten gespielt werden und den Reportern erklärt, wieso man keinen „echten” (gelisteten) Cache zeigt – Spoilerproblematik, Muggleproblematik, etc. Mit Journalisten kann man in der Regel sehr gut reden und die meisten sind durchaus vernünftig.
  • Starke Partner suchen – und diese nicht durch Verschwörungstheorien vergrätzen, so z.B. den Deutschen Wanderverband, die uns durchaus positiv gesinnt sind. Auch Parteien ansprechen, so haben z.B. die Jungen Liberalen in Dortmund mal ein CITO-Event veranstaltet.

Ergo: aktive Öffentlichkeitsarbeit betreiben – wenn wir wieder den Kopf in den Sand stecken, kommen immer mehr merkwürdige Reportagen und wir dürfen uns nicht wundern, wenn Geocaching in ein paar Jahre entweder verboten und stark eingeschränkt wird.

Umzug meines Blogs

Heute habe ich mein Blog (zumindestens den Geocachingteil) von Google (Blogger.com) auf WordPress.com umgestellt – das ging eigentlich recht unproblematisch, die ganzen Blogeinträge aus meinem alten Blog (inklusive Kommentare und Bilder) konnte ich hierhin importieren :-)

Allerdings musste ich viele der Einträge noch manuell anpassen.

Ich habe mich dazu entschieden, weil WordPress zum einen mächtiger und angenehmer zu bedienen ist als Blogger, zum anderen halte ich Google mittlerweile generell für nicht ganz unkritisch. Mal schauen, was ich mit dem alten Blog noch machen werde – vielleicht abschalten, vielleicht auch für Einträge nutzen, die sich nicht mit Geocaching beschäftigen. Eilt ja nicht.

Geocaching ist geheim? Nein!

Cachecache hat in einem sehr lesenswerten Blogeintrag sich an alle die gewandt, die den „guten, alten Zeiten“ hinterhertrauern. Ein Aspekt, den er nicht behandelt hat, ist die meiner Meinung nach sehr merkwürdige Einstellung manche Hardliner, dass Geocaching als solches doch bitte geheim gehalten werden sollte. Es geht hier nicht um das unbeobachte Heben von Caches bzw. dem unauffälligen Nähern dessen, sondern es wird durchaus gefordert, dass unser Hobby doch bitte quasi im Untergrund stattfinden solle.

So wird – im Zusammenhang mit einem zufälligen Heroinfund eines Cachers – doch ernsthaft gefordert, dass man die Polizei doch bitte anlügen solle:

Findest Du?
Ich finde das extrem dusselig. Einige Leute können echt die Klappe nicht halten.
Warum muss man ständig die Leute mit der Nase auf’s Geocaching stoßen?

“Ich bin spazieren gegangen und hab’s zufällig gefunden, als ich mal austreten musste. Magenverstimmung, ich wollte das nicht direkt am Weg, wenn Sie verstehen…”

(Quelle: Grünes Forum, dieser Thread)

Abgesehen davon, dass es reichlich bizarr ist solche Geheimhaltung zu fordern, wenn es schon diverse Bücher (u. A. von Prominenten wie Bernhard Hoëcker) zu Geocaching gibt (neben unzähligen Medienberichten, Blogs, was auch immer) und aktuelle Garmin-Geräte schon Geocaching-Modi besitzen – von den Events/Mega-Events gar nicht erst zu reden -, stelle ich mir die Frage: warum solche Lügen? Warum nicht Freunden erzählen, was man macht? Warum nicht ab und zu Muggels (da rümpfen ja auch schon die Leute die Nase drüber) mitnehmen, zumal diese Muggels – sollten sie Geocacher werden – gleich eine vernünftige Einführung bekommen mit Erklärung, was man vermeiden sollte usw.?

Solche Forderung zeigen eher die Denkweise, die der obengenannte Beitrag zu recht  kritisiert – ein elitäres Denken. Ich selbst bin Mitglied einer anderen Subkultur, die auch früher (in den 90′ern) eher im Verborgenen/Geheimen agiert hat und mittlerweile weit offener geworden sind und siehe hier auch erstaunliche Parallelen: auch dort wird den guten alten Zeiten hinterhergejammert (die, wenn man ehrlich sind, nicht wirklich so gut waren) und auch kannte man sich früher halt persönlich. Na und?

Ich sehe Geocaching den gleichen Weg gehen wie besagte Subkultur: es wird nicht nur eine Plattform geben, sondern eine gewisse Zersplitterung, die Zeichen sind schon seit einiger Zeit da:

  • Geocaching.com für die breite Masse.
  • Terracaching.com für Leute wie mich, die Qualität und Wanderungen schätzen und wo die Community entscheidet, was zulässig ist und welche Caches gut bzw. schlecht sind
  • Evtl. Megacaching als Mischung zwischen GC und TC – sollte das Projekt irgendwann mal fertig werden :-)

Evtl. kommen noch weitere Plattformen dazu, z. B. eine Plattform für HCC – die HCCs scheinen sich von der Arroganz her eh’ als Elite zu fühlen, irgendwann schreibe ich mal was dazu – so dass es nicht mehr die Community geben wird sondern verschiedene. Wer den Kick der Geheimhaltung haben möchte, kann ja seine eigene geheime VIP Invite-Only Seite aufziehen.

Und mal ehrlich, wäre die Zersplitterung (oder positiv:  Spezialisierung) so schlecht? Zum Nachdenken: der zweite Dortmunder Stammtisch platzt jetzt schon aus allen Nähten, aktuell sind über 200(!) Teilnehmer angemeldet.

In diesem Sinne: nicht den alten Zeiten hinterhertrauern, sondern sich den neuen Gegebenheiten anpassen.

Durch GCVote wird Geocaching.com wieder interessanter

Seit ich GCVote für mich entdeckt und installiert habe, wird Geocaching.com für mich wesentlich interessanter – ich kann im Vorfeld schon sehen, welche Caches sich lohnen (und zu denen ich auch einen Umweg machen bzw. sogar extra dorthin fahren würde (das gilt besonders für Multis). Ebenfalls kann ich nun schöne Caches durch eine entsprechende Bewertung belohnen; der umgekehrte Fall gilt natürlich für schlechte Caches.

GCVote ist ein Skript für Greasemonkey, was wiederum ein Skript für Firefox ist und erlaubt das Bewerten von Caches zwischen 1 (schlecht) und 5 (hervorragend) – die Bewertungen werden per Javascript direkt auf den Seiten von Geocaching.com eingeblendet. Es gibt jedoch auch ein paar Wermutstropfen:

  • Es funktioniert eigentlich nur unter Firefox; andere Browser wie Safari, Konqueror oder selbst Camino – der auf Firefox basiert – werden nicht unterstützt.
  • Es ist ein externes Programm – und somit nicht Teil von Geocaching.com. Es wird meiner Meinung nach dringend notwendig, dass GC selbst eine solche Bewertungsmöglichkeit anbietet.

Die Bewertung unterscheidet sich ziemlich von der Cachebewertung bei Terracaching: da das Bewertungssystem bei TC fest eingebaut hat, haben die Bewertungen der Caches (MCE) direkte Auswirkungen:

  • Es gibt Punkt (UCR) für die eigenen Caches; je besser diese bewertet werden, desto mehr Punkte bekommt der Owner. Umgekehrt gilt: wenn ein Cache generell schlecht bewertet wird, kann der UCR auch negativ werden.
  • Ein negativer UCR hat nicht nur Auswirkungen auf das Ego – bei einem richtig niedrigen UCR-Wert ist es erstmal nicht mehr möglich, neue Caches zu legen – bis die schlechten Caches archiviert werden.
  • Wenn der MCE des Caches richtig niedrig ist, so wird er automatisch archiviert.

Es gibt noch weitere Details, siehe Limoniums Posting bei Terracaching.eu.

Übrigens möchte ich mich an dieser Stelle (ganz ohne Ironie) den Gegner von GCVote danken – ohne die (wohl eher unfreiwillige) Werbung für GCVote in manchen Logs (z.B. hier) bzw. in Signaturen im grünen Forum wäre ich gar nicht auf GCVote aufmerksam geworden – Ordalf hat mal GCVote erwähnt, aber so richtig die Neugier haben die Gegner geweckt.

In diesem Sinne: ich hoffe, dass die GCVote-Gegner weiterhin sich treu bleiben und noch mehr Werbung dafür machen – damit mehr Cacher dieses extrem nützliche und wichtige Tool kennenlernen und auch abstimmen :-D

Selbstverständliches: zum Garmin/DWJ-Papier

Es ist wohl so: Geocaching ist mittlerweile so populär geworden (was sich auch in der mitunter üblen Qualität von vielen neuen Caches zeigt), dass simple Selbstverständlichkeiten veröffentlich werden müssen. In einem gemeinsamen Papier schreibt Garmin zusammen mit dem deutschen Wanderverband/der deutschen Wanderjugend u.A.:

  • Gesetzlich geschützte Biotope sind kein Ort für Caches
  • Baumhöhlen dürfen nicht als Caches genutzt werden
  • Höhlen, auch scheinbar von Tieren unbewohnte, werden nicht mit Caches besetzt
  • Brut- und Setzzeiten sind besonders sensibel und zu beachten

Alles Selbstverständlichkeiten, möchte man meinen? Leider weit gefehlt! Statt mal in Ruhe darüber nachzudenken, warum so ein Papier wohl leider notwendig geworden ist und das eigene Verhalten mal kritisch zu hinterfragen, wird der Inhalt relativ wenig diskutiert – es finden eher Debatten statt, ob Garmin oder der Wanderverband so was überhaupt sagen darf, z.B. bei Geocaching Nordfriesland. (Selbstverständlich mit dem Feigenblatt, dass man selbst sowas für selbstverständlich hält).

Offensichtlich ist das so selbverständlich, dass selbst der Spiegel auf die Probleme, die so mancher Geocacher versucht, aufmerksam macht. Ebenfalls scheint es einen Geocache auf einer Insel, die Vogelschutzgebiet ist und wo das Betreten deshalb verboten ist, zu geben.

Nun gibt es Leute, die schon jammern, dass man doch an schönen Orten wie Naturschutzgebieten dann keine Caches mehr verstecken dürfe, dabei ist die Sache doch eigentlich trivial:

  • Naturschutz/Umweltschutz hat 100% Vorrang vor Geocaches. Gibt in Deutschland über 100.000 Caches, da muss man nicht noch weitere Caches an solchen Orten verstecken.
  • Die Lösung für das Problem ist einfach: einfach einen Multi durch das Naturschutzgebiet (natürlich auf Wegen) legen, die eigentliche Dose außerhalb des Gebiets.
  • Ein weiterer Punkt, der nicht zu vernachlässigen ist: um die Auswirkung von rücksichtslosen Cachern zu minimieren, sollten Caches in der Natur einen vernünftigen Hint und ein Spoilerfoto enthalten! So braucht der gemeine Statistikcacher, dem auf der Jagd nach dem nächsten Punkt jedes Mittel recht ist, nicht den halben Wald umzugraben und Moos zerstören.

Das Leben könnte so einfach sein, wenn sich doch alle Leute halbwegs vernünftig verhielten – aber mit der steigenden Anzahl der Cacher steigt natürlich auch die Anzahl der Idioten.

Update: moncat hat einen schönen Blogartikel zu der Thematik geschrieben.

Vorsätze für’s neue Jahr: ehrliche Logs

Es ist 2010, und ich habe mir einen festen Vorsatz gemacht: ehrliche Logs. Nie wieder ein heuchlerisches „Danke für den Cache” (TFTC), das ich mir z.B. hier mit viel Mühe und Not aus der Tastatur gesogen habe – der Cache war eine typische Filmdose nahe mehrerer vielbefahrener Straßen an einem Gullydeckel, was zur Hölle soll mir dieser Cache sagen?

Nein! Keine – egal wie kurze Logs – mit einem geheuchelten „TFTC” mehr, ich schreibe nun ehrlich meine Meinung zu solchen Schrottmikros und füge auch die entsprechende Bewertung bei GCVote (1 von 5) ein, ein Anfang (schon im letzten Jahr) ist gemacht, siehe hier.

Nun wurde schon berechtigterweise die Frage aufgeworfen, wieso ich überhaupt solche Schrottcaches suche bzw. logge, die nichts, aber überhaupt nichts mit der ursprünglichen Idee des Geocachings gemein haben (interessanter Ort, Natur, Wanderung, …) – die Antwort ist recht einfach: ich möchte mich regelmäßig bewegen, und Ziele (und seien es solche „Caches”) sind erheblich motivierender als reines Walken/Spazierengehen. Für Caches wie „A 43 Mikro #1” ( GCW7CW) würde ich keinen Millimeter Umweg machen – ein Leitplankenmikro an einem Schwulenparkplatz(!) (was soll mir dieser Ort bzw. Cache nur sagen? Was hat der Künstler damit ausdrücken wollen?).

Nun ließe sich natürlich argumentieren, dass solche Caches nicht stören, das ist aber leider falsch:

  • Durch den Mindestabstand bei Geocaching.com blockiert ein solcher Schrottcache potentiell gute Caches.
  • Neulinge, die diese Art Caches finden legen evtl. ebenfalls solche – weil sie so ein Niveau für normal halten.

In diesem Sinne: lasst uns dieser Jahr auch an die kommenden Finder solcher Caches denken und ehrlich loggen – und uns nur für solche Caches bedanken, wo es tatsächlich auch etwas zu bedanken gibt.

Über rücksichtslose Geocacher

Jetzt brauche ich mich nicht mehr zu wundern, wieso mein eigener Cache „Bushaltestellen: Ravensweg Dortmund“ (GC1AV5Q) geklaut wurde – Sylvester habe ich rücksichtlose Cacher live und in Farbe gesehen.

Ich war ein wenig unterwegs in Aplerbeck, da kam ich auf dem Weg nach Hause beim Cache „Aplerbecker Bergbau“(GC15Y0Y) (mein erster gefunder Cache übrigens) vorbei.

Der Cache ist an einer vielbefahrenen Kreuzung versteckt, es war nachmittags, einige Leute (ich selbst auch) waren unterwegs und da sehe ich ein Caching–Team aus Aachen, wie es sehr auffällig den Cache gesucht und gefunden hat – offensichtlicher ging es nicht und dass, obwohl ich das ganze interessiert beobachtete. Dass ich auch Geocacher bin, konnten diejenigen ja nicht wissen.

Ich finde ein solcher Verhalten rücksichtslos und unverschämt gegenüber dem Owner und den nachfolgenden Cachern – wenn ich daran denke, dass ich z.B. diesen Cache am späten Abend und erst nachdem ein vorhandenes Muggle–Pärchen verschwunden ist gesucht und geloggt habe, ärgert mich dieses Verhalten heute noch!

Leute, es geht auch unauffälliger – und wenn ein Cache nicht sicher geborgen werden kann, dann lässt man es einfach und kommt später noch einmal!

Für mich ist die Konsequenz daraus, dass ich selbst keine neuen Caches mehr bei Geocaching veröffentliche, sondern nur noch bei Terracaching – hier sind die Cache rücksichtsvoller und respektvoller gegenüber anderen Caches.

Cachen in Sölde und Apfelfest

Heute war mal wieder gutes Wetter und ich habe zwei Caches in Dortmund–Sölde gesucht und gefunden.

Einer davon – Schwarze Brücke (GC1BQTY) – war nicht sonderlich interessant, ein typischer Cache für die Statistik, der andere – Kleines Wäldchen (GC1BQW6) gefiel mir schon besser:

Der Cache war in einem Miniwäldchen, das sich zwischen zwei Feldern spontan gebildet hat, versteckt (siehe Foto) – und mal wieder eine größere Dose.

Anschließend bin ich mit dem Bus zurück nach Aplerbeck gefahren und habe mir das Apfelfest angeschaut – ziemlich enttäuschend, ein paar Buden, eine Bühne, ein Stand von der Emschergenossenschaft… da fande ich die letzten beiden Apfelfeste besser (wenn auch nicht wirklich berauschend). Naja, der Umbau ist noch nicht völlig abgeschlossen.