Cachebehälterklau in Dortmund

Aus der Rubrik „Sachen gibt’s, die gibt’s nicht“:

Heute Abend wollte ich noch eben 2 Gäste ins eigene Hotel einchecken lassen, als mich der Schlag vor Ort traf: Irgendein Witzbold hat nicht nur die TBs mitgenommen…nein, es wurde das ganze Hotel mitgenommen (kostet ja auch 10 Euro so ne Munitionskiste). Und da er schon gerade so witzig dabei war, hat er sich noch die Zeit genommen, es durch eine Tupperdose zu ersetzen. Danke dafür…auch dafür, dass zumindest das Logbuch mit in die „neue“ Dose überführt wurde!Sorry an die folgenden Hotelgäste, die nun leider nicht mehr in den Genuss des bislang sehr ordentlich und regelmäßig gepfegten Hauses kommen.

In: 2 x TB

(Log von Calimero_Do)

Welcher  Vollidiot kommt auf so eine dreiste Idee? Vor allem: Wozu? Und schliesslich: solche und ähnliche Aktionen führen dazu, dass sich niemand mehr Mühe mit einem Cache macht, da es offensichtlich viel zu viele rücksichtslose Zeitgenossen bei GC.com gibt 😦

Mein erster Coin: Start in Neuseeland

Nach mehreren Jahren Geocaching musste ich nun auch mal einen Reisenden auf den Wegs schicken 🙂 Es handelt sich um einen „NRW 2008“-Coin, den ich günstig im Sommer beim letzten Dortmunder Stammtisch erworben habe, und dieser hat nun eine besondere Reise vor sich: Aljha hat den Coin (zusammen mit einem Travelbug meines Nachbarn) in Neuseeland ausgesetzt; als Ziel soll der Coin zurück nach Dortmund kommen (ohne großartige Eile)

Viel weiter entfernt kann eine Reisender kaum starten (ca. 18.500 km) 🙂

Mal schauen, ob er jemals wieder zurück nach Dortmund kommt und wie viele Kilometer er macht bis er entweder sein Ziel erreicht oder als verschollen gelten wird.

Garmin Chirp

Die Geolemminge haben ihrem Blog mich auf etwas aufmerksam gemacht („Elektronisches Spielzeug von Garmin“), leider funktioniert die Kommentarfunktion wegen einer Fehlkonfiguration im Captcha-Modul nicht und ich habe auch keine Kontaktmöglichkeit gefunden, um die Blogbetreiber darauf aufmerksam zu machen, deshalb dies als Kommentar 🙂

Im Prinzip ist das schon eine nette Spielerei, mir fallen da für Mysterys/Multis diverse Möglichkeiten an, wäre da nicht ein gewaltiger Haken bei der Sache:

Das ganze funktioniert nur mit bestimmten Garmin-Geräten, Geocacher mit GPS-Lösungen anderer Hersteller (wie Magellan, SmartPhones, PDAs mit GPS-Mäusen, etc.) oder älterer Garmingeräten bleiben außen vor – deshalb halte ich den Einsatz von diesem Gadget eigentlich nicht vertretbar, die Situation wäre ja noch übler als beim Whereigo 😦

Kurzum: nette Idee, aber für Geocaching eigentlich ungeeignet, es sei denn, man will Leute zwingen, nur aktuellere Garmingeräte zu benutzen.

Nachtcaches & Equipment

In der letzten Zeit habe ich mich – neben dem einen oder anderen „normalen“ Cache – auf Nachtcaches konzentriert und zwar auf die Nachtcaches, die bei GCVote mindestens 4 Sterne hatten und ich wurde da auch nie enttäuscht 🙂

Zusammen im Team mit goertzy, aljha und Michako haben wir folgende, sehr empfehlenswerte Caches gemacht:

  • „Liebe geht durch den Kopf“ (GC18XZG), in zwei Anläufen: sehr schöne liebevolle Stationen und ein sehr gutes Finale
  • „UFO-Landung in Hattingen (Nachtcache)“ (GC1ATGR) plus Bonus mit Myriaden an Kröten und Feuersalamandern, die in der Nacht unterwegs waren 🙂
  • „Der große Coup @night“ (GC1WH4V, leider mittlerweile archiviert 😦 ) mit genialen Stationen und dem wohl aufwändigsten und besten Final, das ich je bei einem Cache gesehen habe
  • „Lokalzeit@night – The murder of …“ (GC2BVT9) – durch eigene Dummheit in zwei Anläufen, schöne Stationen, recht einfach und zeigt dass ein guter Nachtcache nicht zwangsläufig mit Technik überladen sein muss.

Im Zuge der Nachtcacherei habe ich auch technisch aufgerüstet – zum einen habe ich mir eine LedLenser T7 (als Handtaschenlampe) zum anderen eine Fenix HP10 (als Kopflampe).

Beide kamen gestern zum ersten mal zum Einsatz, nämlich bei „MPGO: NightlighT“ (GC12A3H), den ich zusammen mit einem Freund gemacht habe. Der Cache war ebenfalls sehr schön, die Stationen waren recht  „offensichtlich“, aber muggelsicher versteckt und das Finale war extrem witzig gemacht – Kompliment an den Owner!

Jetzt muss ich nur noch weiter aufrüsten, mir fehlt eigentlich nur noch eine UV-Taschenlampe und ein Laserpointer. Dummerweise habe ich bis heute noch kein Versandhandel gefunden, der sowohl eine akzeptable UV-Taschenlampe als auch einen vernünftigen Laserpointer im Sortiment hat 😦 Der Laserpointer sollte im Idealfall mit AAA-Akkus (Eneloop) betrieben werden können, die UV-Lampe entweder mit AAA oder AA-Akkus.

Die besten Angebote die ich bisher gefunden habe waren:

Wenn einer einen Händler kennt, der beide (oder qualitativ ähnliche) Produkte führt, immer her damit 🙂

 

Dortmunder Kindergartendrama: Krieg der Multis

Vorab: Ich selbst habe mit beiden Multis nichts zu tun, das Final von dem einen habe ich per Zufall gefunden, für den anderen war mir das Wetter zu heiß.

Hereinspaziert, meine Damen und Herren, hier sehen Sie ein Dortmunder Kindergartendrama mit dem Thema „Krieg der Multis“ – ein Lehrstück in Sachen (fehlender) Toleranz, Ignoranz und Mobbing.

Die Akteure in diesem Trauerspiel:

  1. Ein Neucacher, der einen Multi im Westfalenpark in Dortmund ausgelegt hat (GC298VF) und
  2. Die Organisatoren des 4. Dortmunder Stammtisch vom 10.7.2010 im Westfalenpark (OCAA2B)

Wie der Zufall es so will, wurden beide Caches am gleichen Tage (26.6.2010) eingereicht; der zweite Cache sollte (auch) auf Geocaching.com zum Stammtisch veröffentlicht werden, jedoch gab es eine Kollision: die Abstandsregel einiger Stationen beider Caches schlug zu.

Nun gab es anscheinend im Vorfeld Kommunikation zwischen den Cacheownern um das Problem zu beheben, das Listing zum 2. Cachen wurde auf dem Stammtisch verteilt und eine Reihe von Leuten machten sich auf dem Weg diesen zu heben. Aber es nützte nichts – der 1. Cache wurde veröffentlicht, der 2. Cache blieb alleine bei Opencaching.de.

Shit happens, könnte man sagen und philosophisch die Schultern zucken, wäre das nicht das Nachbeben per Log Notes (siehe GC298VF), wo erwachsene Cacher offensichtlich ihr inneres Kleinkind befriedigen wollen. Ein paar Auszüge:

Nach reichlichen Überlegungen ziehe ich meinen Log zurück und pack den Cache auf die Ignore-Liste.
Solch eine Dose sollte man nicht unterstützen!

und

[…]Ich finde es auch sehr schade das manche menchen nur noch an sich denken und es so schief gelaufen ist. Nun bin ich auch einer der 330 Cacher die traurig sind ihn nicht loggen zu können.
Jedenfalls werde ich diesen Multi hier nicht Suchen und Loggen.

und

wir sind eins der Teams, die sich gemeinsam mit Nachwuchscacher Dolphin-Boy die Hammerrunde am ODGS in sengender Hitze angetan haben!!! Über 3 Stunden waren wir bei weit über 30 °C unterwegs!! Und nun dürfen wir dem Kleinen sagen: „Sorry Junge, aber leider darfst du diesen Cache nicht loggen, weil ein einzelner Spielverderber für über 330 andere sein wollte, nur um mit Gewalt seinen Cache durchzuboxen!“ Danke!!! Echt nett… Genau so muss Geocachen sein, jeder für sich nur nicht miteinander.

Traurige Grüße über solch Engstirnigkeit sendet

Team LuckyHundi

PS: Vorerst steht dieser Cache bei uns auf der Ignoreliste, denn WIR belohnen das nicht auch noch mit einem Logg.

Ignoreliste, nicht loggen, obwohl man ihn gefunden hat… irre, einfach nur irre.

Das Bizarre daran ist ja, dass der „andere“ Cache ja durchaus logbar ist, allerdings nur bei Opencaching. Irgendwie scheinen hier die Leute jeglichen Sinn für Proportionen verloren zu haben, es ist ja nicht so, dass sie quasi umsonst gelaufen sind (und wetterbedingt haben den Cache eh‘ nur ein Bruchteil der 330 Stammtischbesucher gemacht), sie können ihn doch problemlos bei OC loggen!

So langsam scheint mir das Hobby mehr und mehr aus dem Ruder zu laufen. Entweder ist der Cache schön, dann sollte es völlig egal sein, auf welcher Plattform er geloggt werden kann(weil der Weg das Ziel ist) oder es geht nur noch rein um das Geocaching-Statistikpünktchen, dann allerdings frage ich mich, wie jemand so bekloppt sein kann, bei über 35 Grad für einen Statistikpunkt fast 3 Stunden durch den Westfalenpark zu laufen.

Die ganzen wütenden Logs – die durchaus Richtung Mobbing gegenüber eines Neucachers gehen – haben meine Meinung von einigen Beteiligten stark nach unten revidiert und nachträglich den schönen Stammtisch am 10.7.2010 ein wenig vergällt 😦

Mein nächster versteckter Terracache

Blick vom Drachenfels

Blick vom Drachenfels

Am 3. Juni war es so weit – ich hatte den nächsten eigenen Terracache („Drachenlachen“,  TCBDS) versteckt, diesmal bei Königswinter. Der Cache ist eine Wanderung von ca. 16 km über drei Berge des Siebengebirge:

  • Den Petersberg bei Königswinter (auf dem das Gästehaus der Bundesregierung sich befindet)
  • Den Rosenau und
  • Den Drachenfels.

Ich hatte das allerdings ein wenig falsch eingeschätzt, in QlandkarteGT sah das alles viel harmloser aus, als wir in Königswinter aus dem Zug stiegen und den Petersberg sahen, mussten wir ordentlich schlucken – zum ersten Mal war die 3D-Ansicht des Oregons wirklich nutzbar. Ebenfalls waren die vielen, eng beinanderliegenden konzentrischen Kreise auf der Karte des Oregons selbstverständlich keine Wege, sondern Höhenlinien 😀

Petersberg bei Königswinter

Petersberg bei Königswinter

Die Wege, die ich vorher mit QlandkarteGT ausgesucht hatte, hatten es auch durchaus in sich – oft sehr steil, teilweise nur gerade so sichtbar und ab und an durchaus abenteuerlich (wir mussten von dem Rosenau herunter uns an Bäumen festhalten, so steil war der Pfad) – bei Regen evtl. durchaus gefährlich.

Nach etwas über 5 Stunden und fast Ende der Kräfte sind wir dann wir dann wieder am Bahnhof sicher gelandet – die Runde ist recht anspruchsvoll, dafür allerdings recht schön!

Pfad

Pfad

Ein wenig enttäuscht hat mich persönlich der Drachenfels – es gab zwar eine sehr schöne Aussicht, aber der Berg selbst ist mir zu sehr auf Touristen ausgelegt, da fande ich den Petersberg weit interessanter.

Letzte Woche haben dann die ersten beiden Terracacher die Dose gefunden und geloggt 🙂

Unten ist das Höhenprofil der Tour.

Höhenprofil

Höhenprofil

Oregon 400t als Navigator

Kartenansicht

Kartenansicht

Nachdem ich nun ein paar Mal die Routing-/Navigationsfunktionen des Oregons ausprobiert habe, hier ein Erfahrungsbericht. Folgendes Setup:

  • Oregon 400t mit Standardbasiskarte
  • Die „All in one“ Europa-Karte von Openstreetmap

Grundsätzliches

Die Suche nach Adressen/Straßen/Hausnummern funktioniert nicht in der Kombination, so dass die GPS-Koordinaten von den entsprechenden Zielen vorher bekannt – oder z.B. über Google Earth, qlandkarteGT,  etc. vorher recherchiert werden – müssen. Das ist für spontane Routing natürlich suboptimal.

Routing

Wenn denn die Hürde mit der Zieleingabe gemeistert ist, ist die Kartendarstellung eigentlich ganz gut (siehe Screenshots). Bei Hinweisen piept das Oregon recht unüberhörbar 🙂 Allerdings: anscheinend unterscheidet das Oregon bei der OSM-Karte nicht sonderlich gut zwischen geeigneten und ungeeigneten Wegen (trotz entsprechenden Einstellungen), so reagierte es recht zickig, als ich (mit dem Auto) innerhalb Dortmunds der Routingempfehlung nicht gefolgt bin – ich sollte (mit dem Auto) über einen separaten Fahrrad- und Fußweg fahren und abbiegen 😀 Mit dem Fahrrad wollte mich das Oregon doch tatsächlich über die A40 lotsen :-O“

Routenansicht

Routenansicht

Bei anderen Gelegenheiten klappte das Routing dagegen tadellos: Auf der Terracaching-Tour wollten Michako und ich in Holland mittags eine Kleinigkeit essen und so hat das Oregon – durch  die sehr umfangreiche POI-Liste der OSM-Karte – uns problemlos zu einer Snackbar gelotst.

Fazit

Die Kombination Oregon/OSM/Routing taugt bedingt. Als Zweit- oder Notnavigationsgerät durchaus brauchbar (die POI-Liste von OSM ist wirklich gut), als vollständigen Ersatz für ein normales Navigationsgerät eher nicht. Das sieht vermutlich anders aus wenn auf dem Oregon nicht die OSM-Karte, sondern z.B. der City Navigator von Garmin installiert wäre, allerdings bleibt dann die Frage nach dem Preis:

  • Autohalterung für’s Oregon kostet so um die 50€ (evtl. selbst basteln mit Zigarettenanzünder zu USB-Adapter)
  • City Navigator so um die 99€

Für den Preis bekommt man schon ein normales Navigationsgerät mit Karten. Wie gut z.B. die Topo Deutschland routen kann, keine Ahnung 🙂